History BX Swiss

Historisch blickt das Bankwesen in Bern auf eine Geschichte von nahezu 300 Jahren zurück. Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatte die Stadt Bern eine Reihe angesehener Privatbanken zu verzeichnen, die vor allem im internationalen Geldgeschäft tätig waren.

Der Berner Börsenverein ist aus der Berner Bankenvereinigung hervorgegangen, die am 28. Januar 1880 durch die damals auf dem Platz Bern tätigen neun Bankinstitute und vierzehn Privatfirmen gegründet wurde mit dem Zweck den kommerziellen Verkehr zu erleichtern und zu vermehren. Das Bedürfnis, die Usanzen, die sich im Laufe der Jahre etabliert hatten, festzuhalten, und der Wunsch nach einer strafferen Organisation führten am 10. November 1884 zur Gründung des Berner Börsenvereins.

Der Präsenzhandel am Börsenring mit seinem "à-la-criée-System" wurde im Jahr 1991 durch die Telefonische Börse Bern (TBB) abgelöst. Seit dem Jahr 2002 wird der Handel sowie das Clearing und Settlement unter den Lizenznehmern über ein modernes, vollelektronisches Handelssystem abgewickelt. Nach Inkrafttreten des Börsengesetzes im Jahr 1997 wurde die Börse, die ab 2002 als BX Berne eXchange firmierte, im Jahr 1999 von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) als börsenähnliche Einrichtung bewilligt.

Im November 2017 wurde der BX Swiss mit Einführung des Finanzmarktinfrastrukturgesetzes in der Schweiz durch die FINMA die Wiederbewilligung in der höchsten Anforderungskategorie der Börsen erteilt. Damit wurde der Status der BX als vollwertige Schweizerische Börse bestätigt.

Einen Monat später erwarb die Börse Stuttgart GmbH die Mehrheit an der BX und ist seit anfangs 2018 die alleinige Eigentümerin. Im April migrierte die BX auf das Handelssystem Elasticia, das bei NGM, einer skandinavischen Börse Tochtergesellschaft der Börse Stuttgart, verwendet und entwickelt wurde. Das Produktangebot wird seither laufend erweitert.